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Kurzgeschichten zum Entspannen
Eindrücke eines Besuches auf den Rheinterrassen
Sonnenuntergang auf den Rheinterrassen
Sonnenuntergang auf den Rheinterrassen
Wir haben einen anstrengenden Tag hinter uns und beschließen, an diesem wunderbaren Sommerabend endlich einmal die Rheinterrassen aufzusuchen.
Vom Rheinufer, von der Kölner Altstadt konnte man abends einige Menschen in Richtung Rheinterrassen ziehen sehen, was uns unterschwellig suggerierte, dass uns dort eine schöne Umgebung erwarten könnte ….
Biergartenatmosphäre empfängt uns, Bierzeltbänke und Tische säumen den Eingang, beschwingte Musik wird gespielt. Einige Strandkörbe stehen mit Blick in Richtung Köln. Die Rheinterrassen befinden sich rechtsrheinisch und man hat von dort einen wunderbaren Blick auf Köln. Die Tische und Strandkörbe sind gut belegt.
Hinter einer Bar mit Karibik-Dekoration tummeln sich gut aussehende junge Menschen. Nur einige wenige Meter und wir fühlen uns in einer leichten Urlaubsstimmung.
Wir verspüren Hunger und gehen eine Treppe zu einem Restaurant empor. Man scheint reserviert haben zu müssen. Aber wir haben Glück. Ein netter junger Mann empfängt uns und führt uns zu einem Tisch unter einem Sonnenschirm. An den übrigen Tischen genießen Gäste in der sommerlichen Abendstimmung die Atmosphäre.
Es wirkt insgesamt alles sehr angenehm und wir nehmen Platz mit Blick Richtung Kölner Stadtansicht und auf den Rhein. Die Sonne befindet sich direkt geradeaus vor uns über den Häusern der Stadt. Sie färbt den Himmel in ein weißgelbliches Licht und wird nur von einigen kleinen Wolken verdeckt. Ansonsten ist der Himmel wunderbar blau und wolkenlos, sommerlich schön und der Anblick ist entspannend.
Eine junge freundliche Bedienung bringt uns zwei Speisekarten. Aber die Aussicht auf den Rhein fasziniert mehr.
Die Sonne blendet und man ist versucht zu blinzeln … Die Studie der Aussicht wird von der freundlichen Bedienung unterbrochen. Wir geben unsere Bestellung auf und wählen zum Essen als Wein einen ‚Sancerre’, nach unserer Meinung ein passender Wein nicht nur zum Essen sondern auch für einen lauen Sommerabend.
Er wird uns in einem Eiskühler, der auf einem Ständer vor unserem Tisch platziert wird, serviert ... und schmeckt hervorragend … kühl, leicht erfrischend.
Es herrscht eine wunderbare Abendstimmung. Vor uns sitzen einige Gäste, die leicht von der mittlerweile untergehenden Sonne angestrahlt werden und sichtlich die Stimmung genießen.
Auf der rechten Seite der Stadt-Silhouette befindet sich der Kölner Dom, der mit seiner Höhe alle anderen Gebäude überragt. Die beiden Türme erheben sich mit einer Grazie in den Himmel empor. Er hat ein sehr filigranes Erscheinungsbild, wunderbar anzusehen. Er zieht den Blick auf sich, sodass alle anderen Gebäude der Stadt-Silhouette nur beiläufig wahrgenommen werden. Auf der Hohenzollernbrücke haben sich einige Möwen versammelt, die hin und wieder in Scharen auffliegen, um sich dann wieder auf den Rundbögen der Brücke niederzulassen.
Direkt geradeaus befindet sich eine offensichtlich romanische Kirche, deren Namen mir leider nicht bekannt ist. Weniger schön, aber von der Höhe her dominierend ist ein Hochhaus mit einer schlichten Außenverkleidung.
Entlang des Rheinufers auf der anderen Seite des Flussbettes führt eine Straße, die von einigen sehr großen Bäumen gesäumt wird.
Die Sonne hat sich mittlerweile etwas gesenkt und färbt den Himmel in ein leichtes Rot. Der Kölner Dom wird von der untergehenden Sonne in ein rotes Licht getaucht und erstrahlt förmlich. Es beginnt zu dämmern. Man kann die Rückscheinwerfer der Autos, die auf der Uferpromenade auf der anderen Rheinseite entlangfahren, erkennen. Sie schlängeln sich mit ihren roten Lichtern wie eine Raupe. Sie verschwinden teilweise hinter den Bäumen und kommen dann plötzlich wieder zum Vorschein. Das gelbliche Licht der Straßenlaternen spiegelt sich im Rhein.
Auf der Terrasse, auf der wir sitzen, ist mittlerweile die Beleuchtung eingeschaltet worden. Dabei ist auffällig, dass alle Lampen mit einer orangefarbenen Folie abgedeckt sind. Sie erzeugen ein sehr angenehmes warmes Licht und ergeben eine wunderbare Stimmung. Auf den Tischen stehen kleine Windlichter, die bei der mittlerweile einsetzenden Dämmerung wunderbar zur Geltung kommen.
Mein Blick fällt zu dem netten Herrn, der die Gäste empfängt und zu ihren Tischen führt. Immer wieder kommen Gäste, in kleineren oder größeren Gruppen, die alle reserviert zu haben scheinen. Das Restaurant muss sich wohl großer Beliebtheit erfreuen.
Die angenehme Musik, die leise über Lautsprecher erklingt, wird hin und wieder, durch den von vorbeifahrenden Schiffen erzeugten, Wellenschlag übertönt. Es klingt wunderbar angenehm. Es ist ein leichtes Rauschen, das erzeugt wird, wenn das Wasser an die Schiffe schlägt, erstaunlich, wie deutlich man es wahrnehmen kann.
Auf der Terrasse sitzt man wie auf einer Tribüne. Es ist sehr interessant die vorbeifahrenden Schiffe zu beobachten. Sie sind von unterschiedlicher Größe und befördern die verschiedensten Güter. Manchmal fährt auch ein kleineres Boot mit großer Geschwindigkeit vorbei und lässt das Wasser aufwirbeln. Die Wellen breiten sich vom Boot zunächst in großer Geschwindigkeit aus, werden zum Ufer aber sehr langsam und laufen dort sanft aus.
Mittlerweile hat man uns das Essen serviert, der Duft steigt angenehm zur Nase. Aber während des Essens wird mein Geschmacksinn von dem, was meine Augen zu sehen bekommen, übertroffen.
Auf der Oberfläche des Rheines spiegeln sich die Lichter der Umgebung. Die Oberfläche ist leicht dunkel und immer in Bewegung. Wenn ein Schiff vorbeifährt, glaubt man auch eine leichte Brise von dem Fahrtwind zu erfahren.
Es ist ein wunderbarer Abend. Immer mehr färbt sich der Himmel vor uns in ein wunderbares Rot. Die Sonne scheint hinter den Häusern schon fast verschwunden zu sein. Über uns ziehen Vögel in einer V-Form hinweg. Eigentlich müsste man glauben, dass alles inszeniert ist.
Wir genießen unser Essen und erfreuen uns an dem Sancerre. Verglichen mit einem Lokal an einem Bootsanleger an der Außenalster in Hamburg, haben die Rheinterrassen mehr Flair. Es ist ein wunderbarer Ort, um zu entspannen.
Am mittlerweile fast dunkel gewordenen Himmel tauchen die ersten Sterne auf. Zu unserer Rechten sind hin und wieder zwei Lichter, offensichtlich die Lichter von Flugzeugen, zu erkennen. In unregelmäßigen Abständen scheinen Flugzeuge im Landeanflug den Kölner Flughafen anzusteuern. Sie schweben langsam über die Hochhäuser hinweg, und man kann deutlich erkennen, wie sie immer mehr an Höhe verlieren und dann hinter uns verschwinden.
Beim Anblick der im Landeanflug befindlichen Flugzeuge frage ich mich, ob die Passagiere jemals mit der Software eingecheckt werden, bei deren Entwicklung ich derzeit mitarbeite. Ich bin sehr gespannt.
In dieser Nacht sollen nach der Wettervorhersage eine Vielzahl von Sternschnuppen zu sehen sein.
Ich betrachte den dunklen Himmel mit den Sternen. Zwei weiße Streifen sind plötzlich zu erkennen, die sich von rechts oben nach links unten bewegen und dann entschwinden. Es müssen Sternschnuppen sein.
Wenn man zwei Sternschnuppen sieht, bedeutet das auch, dass man zwei Wünsche freihat?
Ein erfüllter Wunsch würde mir reichen. Ich wünsche mir schnell etwas.
Mein zweiter Wunsch wäre noch einmal auf den Rheinterrassen an einem lauen Sommerabend einen Sonnenuntergang zu erleben … Ob mein Wunsch wohl in Erfüllung geht?
Copyright © 2004 by Mona Santo
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