Di Vino - Ein kleines feines Restaurant in Frankfurt Westend
Unser Aufenthalt in Frankfurt ist wie immer rein geschäftlich. Ich habe uns das Sofitel als Hotel ausgesucht, weil es in der Nähe des Bahnhofs liegt und es ein sehr schönes Hotel der gehobenen Klasse sein soll. Während der Taxifahrt vom Bahnhof zum Hotel betrachte ich die Umgebung. Das Sofitel befindet sich im Stadtteil Westend, einer Gegend mit auffallend vielen Hochhäusern. Sie erheben sich, dicht gebaut, monumental in den Himmel und machen einen gewaltigen Eindruck. Vor dem Hotel werden wir von einem Hotelangestellten höflich empfangen und man nimmt uns freundlich unsere Koffer ab. Wir checken ein und folgen danach einem netten Herrn, der uns unser Zimmer zeigt. Die Hotelzimmer sind neuzeitlich in einem derzeit modernen Braunton eingerichtet und überaus ansprechend. Sie laden zum Entspannen und Ausruhen ein. Da wir einen anstrengenden Arbeitstag hinter uns haben, stellt sich bei uns ein gewisses Hungergefühl ein. Nach kurzer Zeit machen wir uns auf, ein Restaurant zu suchen. Beim Verlassen des Hotels, weht uns ein kräftiger Wind entgegen. Nach einem Tag in klimatisierten Räumen tut das besonders gut und es ist äußerst erfrischend. Die Luft ist klar und ich genieße einige tiefe Atemzüge, die wunderbar entspannen. Nach einigen Metern erreichen wir die Mainzer Landstraße. Auffallend sind die teuren Autos, die auf der breiten vierspurigen Straße fahren. Autos gehobener Klassen wie „BMW-Z4“, „Porsche“ und „Mercedes“ sind zu erkennen. Frankfurt scheint nicht nur die Metropole der Banken, sondern auch die Metropole des Geldes zu sein. Cabrios werden offen gefahren. Die Geräuschkulisse des Verkehrs ist äußerst laut und schallend. Als wir auf der Straße zwischen den Hochhäusern gehen, ist die Höhe der Häuser nicht wahrzunehmen. Erst, als ich hinaufblicke, werden mir die enormen Höhen bewusst. Sie wirken gewaltig und gigantisch. Es ist sehr beeindruckend. Wir hatten im Hotel nach einem Restaurant gefragt, aber den Italiener, den man uns nannte, hatten wir kend entspannt. Die Scampi sind teilweise am Rande des Tellers gruppiert. Ich entferne die Schale von einem dieser Meerestiere und probiere die Köstlichkeit. Erinnerungen an Aufenthalte in Frankreich, bei denen ich auch oft Scampi gegessen habe, werden in mir wach. Diese sind besonders fein schmeckend und weich. Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist es eine hervorragende Entspannung. Der Geschmack auf der Zunge ist sehr angenehm. Die Tomatensauce enthält klein geschnittene schwarze Oliven und verschiedene Kräuter. Unter anderem findet man kleine Stücke von Basilikumblättern und glatter Petersilie. Beim Aufrollen der Spaghetti mit einer Gabel steigt Dampf empor und trägt den Duft der Kräuter zur Nase. Die Nudeln sind hervorragend gekocht. Es scheinen klein geschnittene Zwiebelstücke in der Sauce zu sein, die ich genüsslich zerbeiße. Ich nehme einen Schluck des Rotweins, und fühle mich sehr entspannt. Nachdem wir unsere Nudeln zu uns genommen haben, tritt Rosa an unseren Tisch mit der Frage „Finito?“, und einem herzlichen Lächeln auf den Lippen. Allein die Anwesenheit dieses Wesens macht den Besuch dieses Lokal schon sehr interessant. Ich entgegne ihr mit „Molto bene“ und einem ebenso freundlichen Lächeln meinerseits. Gedanklich beschließe ich dieses Lokal ein zweites Mal aufzusuchen. Trotz seiner kleinen Größe oder vielleicht wegen der kleinen Größe besitzt die Lokalität ein gewisses Flair. Man fühlt sich einfach wohl und möchte kaum gehen. Beim Verlassen beschließe ich meine Eindrücke in einer Geschichte festzuhalten. Die erste Geschichte von Finest-Storys. Es war ein schöner Abend. Welch ein Glück, das wir dieses kleine, feine Restaurant gefunden haben. „Divino“, eine kulinarische Oase zwischen den Hochhäusern in Frankfurt Westend.
Copyright © 2004 by Mona Santo
www.finest-story.com